Datenschutz

Schatten-KI im Unternehmen: Wenn Mitarbeitende heimlich ChatGPT nutzen

Vier von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass Beschäftigte private KI-Tools ohne Freigabe einsetzen. Was das für Datenschutz und Haftung bedeutet – und wie Unternehmen gegensteuern.

Europäische KI

Kaum ein Unternehmen hat KI offiziell verboten, und trotzdem läuft ein Großteil der tatsächlichen Nutzung an der IT-Abteilung vorbei. Beschäftigte kopieren Kundendaten in den privaten ChatGPT-Account, weil das Firmentool zu langsam oder zu restriktiv ist. Das Ergebnis nennt sich Schatten-KI, und es ist inzwischen die Regel, nicht die Ausnahme.

Wie verbreitet ist Schatten-KI wirklich?

Nach einer Erhebung von Bitkom Research geht rund jedes vierte deutsche Unternehmen davon aus, dass private KI-Tools im Arbeitsalltag zum Einsatz kommen, ohne dass es dafür eine Freigabe gibt. Vier von zehn Unternehmen halten diese Praxis zumindest für wahrscheinlich. Klare Regeln für den Einsatz von KI haben bislang nur wenige Firmen aufgestellt.

Warum das ein Datenschutzproblem ist

Kostenlose Consumer-Versionen großer KI-Anbieter sind in aller Regel nicht auf einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ausgelegt. Wer dort personenbezogene Daten, Vertragsentwürfe oder interne Zahlen eingibt, verliert die Kontrolle darüber, wo diese Daten landen und ob sie zu Trainingszwecken weiterverwendet werden. Im Ernstfall haftet nicht der einzelne Mitarbeitende, sondern das Unternehmen.

Verbot ist keine Lösung

Ein pauschales Verbot löst das Problem selten, es verschiebt die Nutzung nur weiter ins Verborgene. Wirksamer ist ein freigegebenes, zentral verwaltetes Werkzeug, das genauso gut oder besser funktioniert als die private Alternative. Plattformen wie oneAI setzen genau hier an: Nutzerkonten werden zentral über SCIM verwaltet, Eingaben lassen sich auf sensible Daten prüfen und bei Bedarf schwärzen, und jede Interaktion ist im Audit-Log nachvollziehbar. Damit wird aus Schatten-KI wieder eine kontrollierte, dokumentierte Nutzung, ohne dass Mitarbeitende auf die gewohnte Arbeitsweise verzichten müssen.

Quellen